Barranco de Arure

Mit dem Namen "Barranco de Arure" wird eine Schlucht bezeichnet, die sich nördlich vom Valle Gran Rey und etwa 5 Kilometer westlich vom Ort El Cercado entfernt befindet. Der Name der Schlucht wird oft auch synonym mit einem Wanderweg von beeindruckender natürlicher Schönheit verwendet, der sich durch die Schlucht hindurch bis zu einem kleinen Wasserfall schlängelt. Der Ausflug gestaltet sich dabei als stellenweise abenteuerliche, aber unvergessliche Exkursion in die Natur La Gomeras und zählt zu den beliebtesten Wanderrouten der Insel.

Die Wanderroute zum Wasserfall namens "Salto de Agua" – auf Deutsch bedeutet das soviel wie "Salto schlagendes Wasser" – beginnt traditionell im Örtchen El Guro. Ein nicht allzu konsequent ausgeschilderter Wanderweg führt zunächst an meterhohen, beeindruckenden Basaltwänden vorbei und in eine malerische Schlucht hinein, die sich fast wie ein Canyon im Miniaturformat präsentiert und von hochwüchsigen Palmen, Eukalyptusbäumen und Kakteenfeldern umgeben ist. Vorbei an der üppigen Vegetation und dem strahlenden Grün setzt sich der Wanderweg dann entweder entlang des Bachbettes oder direkt durch den Wasserlauf hindurch fort – eine grundlegende Bereitschaft zu nassen Füßen gehört bei einem Ausflug zum "Barranco de Arure" ebenso dazu wie ein gutes Gleichgewicht und gelegentliches Manövriergeschick.

Nach rund 4 Kilometern Wanderung durch unberührte Natur und attraktive Landschaften eröffnet sich dann der Blick auf den etwa 15 Meter hohen Wasserfall, der von einem kleinen Felsvorsprung aus nach unten stürzt. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe ist der "Salto de Agua" ein durchaus schönes Fotomotiv, an dessen Flanken sich außerdem interessante Basaltstrukturen ausfindig machen lassen.

Der Rückweg führt über den Ortsteil Casa de la Seda zurück nach El Guro. Für ein entspanntes Wandererlebnis empfiehlt es sich, mindestens drei Stunden für den Besuch des "Barranco de Arure" einzuplanen. Besondere Vorsicht sollte nach einer Zeit starker Regenfälle walten gelassen werden: Dann tritt das Bachbett häufig auch einmal über seine Ufer und macht eine gefahrenfreie Wanderung bis zum Wasserfall beinahe unmöglich.