Chorros de Epina

Die natürlichen Quellen "Chorros de Epina" liegen nicht weit von den Ortschaften Vallehermoso und Arure entfernt und befinden sich somit am Rande des Garajonay Nationalparks. Sie sind ein bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebtes Ausflugsziel, das in den Sommermonaten gerne für gesellige Grillfeste und Tagesausflüge mit der ganzen Familie genutzt wird. Insbesondere Naturliebhaber kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten: Neben einem idyllischen Naturparadies bieten die Chorros de Epina nämlich auch frisches Quellwasser von hervorragender Trinkqualität und eine Gelegenheit zum eigenständigen Erkunden der gomerischen Wälder.

Die Wanderung zu den Chorros de Epina führt über einfaches Terrain und bietet sich somit auch für Kinder und weniger sportlich versierte Touristen an. Vom Parkplatz der gleichnamigen, an der Verbindungsstraße TF-13 gelegenen Raststätte sind es gerade einmal 10 Minuten zu Fuß, die benötigt werden, um die Quellen zu erreichen. Die bezaubernde Umgebung des alten Lorbeerwaldes, für den der Garajonay Nationalpark berühmt ist, macht aber auch diesen kurzen Weg zum sehenswerten Spaziergang und lässt die Vorfreude auf die eigentliche Sehenswürdigkeit steigen. Die eigentliche Quelle präsentiert sich dann als eher simple Konstruktion: Aus 7 schlichten Metallröhren plätschert das frische Quellwasser fröhlich in ein steinernes Auffangbecken.

Die Beliebtheit der Chorros de Epina hat allerdings nicht nur mit dem besonderen Geschmack des Wassers zu tun, sondern auch mit dessen angeblichen magischen Fähigkeiten. So soll es neben Heilkräften für verschiedene körperliche Beschwerden auch einen Liebeszauber bewirken können – insofern es denn in der richtigen Reihenfolge getrunken wird. Was diese betrifft, so erzählen sich die Gomeros bis heute unterschiedliche Legenden: Während die einen dazu raten, Frauen aus den geraden und Männer aus den ungeraden Wasserrohren trinken zu lassen, empfehlen andere, dass nur die Frauen aus den ersten 6 Quellrohren hintereinander trinken sollten – und das 7te um jeden Preis vermeiden, da dieses einer örtlichen Hexe als Wasserquelle dient und mit einem Fluch belegt ist.

Wer sich ausreichend erfrischt und möglicherweise sein Glück bei den magischen Quellen versucht hat, der kann auch noch der benachbarten kleinen Kapelle namens "Ermito San Isidro" einen Besuch abstatten. Hier wird im Sommer gerne Fiesta bei traditioneller Musik gehalten, bei der Gäste aus aller Welt stets herzlich Willkommen sind.