La Fortaleza

Der La Fortaleza ist der zweithöchste und optisch beeindruckendste Berg der Insel La Gomera. Der Tafelberg, der sich südwestlich vom Nationalpark Garajonay und nicht weit von den Ortschaften Chipude und El Cercado entfernt befindet, ist vulkanischen Ursprungs und gehört zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Insel. Das ist bei einer Höhe von knapp 1300 Metern auch kein Wunder: Der unvergleichliche Ausblick, der sich Wanderern vom Plateau des La Fortaleza über ganz La Gomera bietet, zählt zu den schönsten der Insel und bietet bei gutem Wetter sogar klare Sicht bis zu den Nachbarinseln La Palma und El Hierro.

Die gängigste Wanderroute zur Spitze des La Fortaleza beginnt im Feriendorf Chipude. Die Anfahrt dorthin kann sowohl mit dem Mietwagen als auch mit dem Linienbus erfolgen – vom öffentlichen Parkplatz des Ortes aus führt dann ein Wanderweg von rund fünf Kilometern Länge zum Tafelberg. Schon von Weitem bietet der La Fortaleza einen majestätischen Anblick, der dabei hilft, auf der gelegentlich anspruchsvollen Strecke nicht den Mut zu verlieren: So benötigt man insbesondere für den letzten Abschnitt des Weges neben festem Schuhwerk auch eine ordentliche Portion Schwindelfreiheit, um die natürlichen Steinstufen kurz vor Erreichen des Plateaus zu bewältigen. Da diese nicht nur sehr steil, sondern auch porös sind, sollte nach starken Regenfällen von einer Besteigung des La Fortaleza aus Sicherheitsgründen gänzlich abgesehen werden.

Auf dem Plateau des La Fortaleza angekommen, können erfolgreiche Bergsteiger dann das dortige Gipfelkreuz für ein Erinnerungsfoto nutzen und den herrlichen Ausblick über die Insel genießen. Das Plateau bietet dabei auch genügend Freiraum für ein gemütliches Picknick zur Erholung nach den Strapazen des Aufstiegs. Der La Fortaleza ist übrigens nicht nur ein optisch beeindruckendes Ausflugsziel auf La Gomera, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Kulturgeschichte der Insel: Archäologische Untersuchungen des Tafelbergs ergaben, dass der La Fortaleza einst auch für magische Rituale und Opfergaben von den Ureinwohnern der Insel genutzt wurde. Aufmerksame Besucher können nach wie vor die Überreste von Steinkreisen auf dem Plateau entdecken.